Über uns

Herold und Herold H2.0

Zwei Brüder – ein Verlag – viele Ideen – 19 Jahre ohne ein Spiel

Dank einer umfangreichen Spielesammlung, die Jahr für Jahr immer größer wurde, drehte sich bei uns zu Hause viel um Brett- und Kartenspiele. Fast täglich saß die Familie am Spieltisch. Oft spielten wir auch im besten Spieleladen Göttingens, in der Spielburg von Arne Soltendieck, in der ich mein Schulpraktikum absolvieren durfte und mit 16 Jahren auch ab und zu aushalf. Auf der Messe in Essen war ich tätig für die SAZ und bereute Autorentische. In Göttingen beim Autorentreffen unterstützte ich meinen Vater Wieland Herold und Reinhold Wittig. In den 90er Jahren versuchte ich mich auch als freier Journalist unter anderem für die Cuxhavener Nachrichten.

Spiele waren immer gegenwärtig, da war es nicht verwunderlich, dass ich mich 1998 mit der Spieleburg in Lübeck zusammen mit meinem älteren Bruder Alexander selbständig machte. Die erste Idee eines Familienverlages entstand 2000 in Lübeck. Unser jüngerer Bruder Guntram besuchte uns im Spieleladen. Dort keimte der Gedanke, dass wir Geschwister einen eigenen Spieleverlag gründen sollten.

Erste Prototypen wurden getestet, dann endeten aber unsere Planungen, da unser Vater, der zu diesen Zeitpunkt schon sechs Jahr Mitglied in der Jury „Spiel des Jahres“ war, intervenierte. Er müsse seine Neutralität wahren. Der Gedanke eines Familienverlages wurde daher erstmal auf Eis gelegt.

Wenig später war ich dann doch an der Gründung eines Verlages beteiligt und betreute die Herstellung des Spiels PIRATENGOLD von Ludo Art. Danach war ich Partner in der Deutschen Spiele AG, die sich um den Vertrieb vieler Kleinverlage kümmerte. 2005 verließ ich die Deutsche Spiele AG und wechselte die Branche. Erst als Mitarbeiter, später als Geschäftsführer betreue ich seit dieser Zeit den Kinopalast Neuburg.

Den Spielen blieb ich privat und eingeschränkt beruflich treu. Seit 2007 organisiere ich für Arne Soltendieck Händlerstände auf der Spiel in Essen. Mittlerweile gehören wir zu den größten Fachhändlern auf der Messe. Bei der Organisation und Arbeit vor Ort unterstützte mich die ganzen Jahre mein Bruder Guntram. In den Gesprächen blieben Prototypenentwicklung und Verlagsgründung stets ein Thema.

Als mein Vater 2016 ankündigte, er würde 2019 nach 25 Jahren aus der Jury „Spiel des Jahres“ ausscheiden, konkretisierten wir unsere Planungen. Wichtige Entscheidungen waren zu treffen. Mit welchem Spiel sollten wir beginnen? Wir verfügten mittlerweile über 30 Spiele auf verschiedenen Entwicklungsstadien. Einen Namen für den Verlag hatten wir auch noch nicht.

Die Entscheidungen sind inzwischen gefallen. Der Verlag heißt Herold und Herold, im Logo drücken wir das als H2.0 aus, also zweimal Herold. Die Verwechslungsmöglichkeit mit H2O betrachten wir spielerisch. Wer sich genau informiert wird bald erkennen, dass wir nicht der Wasserverlag sind, sondern unter „Herold und Herold“ agieren.

Wir wollen jährlich mindestens ein Spiel rausbringen. Wir starten mit dem Pokerspiel NEUBURG – OTTHEINRICH RUHM UND INTRIGE.

Seit 2019 sind Arne Soltendieck und ich neben Essen nun auch in Duisburg auf der Spieldoch vertreten. Damit haben wir zwei Messen, auf denen wir als Händler aktiv sind und gleichzeitig den Verlag vertreten können.

Auch wenn wir die Spielebranche gut kennen und aus dem Handel kommen, unterliegt das Verlagsgeschäft ganz eigenen Gesetzen. Wir lernen täglich dazu. In Essen zeigen wir unser erstes Spiel NEUBURG in Halle 3 am Stand A106.

Wir freuen uns, dass Pegasus für uns Teile des Verriebs übernimmt. Wir wollen uns ganz auf die Entwicklung neuer Spiele konzentrieren. Mit der Arbeit an der Umsetzung des zweiten Spiels haben bereits begonnen.

Florian Herold